# Telefon in der Arztpraxis entlasten: Tipps für den Ordinationsalltag

So entlasten Sie das Telefon in der Arztpraxis: Praktische Tipps gegen Dauerläuten am Empfang – und warum Rezeptanfragen online den größten Effekt bringen.

Autor: Matthias Lang
Veröffentlicht: 2026-08-13T00:00:00+02:00
Aktualisiert: 2026-08-13T00:00:00+02:00

Das Telefon ist in vielen Ordinationen der lauteste Arbeitsplatz. Morgens und mittags klingelt es praktisch ohne Pause – und oft geht es gar nicht um Akutfälle, sondern um **Rezeptverlängerungen**, Terminwünsche oder kurze Rückfragen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie das Telefon in der Arztpraxis entlasten: mit organisatorischen Tipps und einem klaren Fokus auf die größten Zeitfresser. E-Mail, Befunde und den übrigen Empfang sortiert der Beitrag [Arztpraxis entlasten](/blog/arztpraxis-entlasten).

![Empfang einer Arztpraxis beim Telefonat](/arztpraxis-empfang-telefonieren.jpg "Telefon am Empfang: Viele Anrufe betreffen Routineanliegen")

## Warum das Telefon so viel Zeit frisst

In Hausarztpraxen kommen am Telefon drei Dinge zusammen:

- **Stoßzeiten**: Viele Patient/innen rufen vor der Arbeit oder in der Mittagspause an.
- **Routineanliegen**: Rezepte, Bestätigungen, Öffnungszeiten – oft ohne medizinische Dringlichkeit.
- **Unterbrechungen**: Jeder Anruf unterbricht den Empfang, das Ordinationsteam und oft auch das laufende Patientengespräch.

Das Ergebnis: Warteschlangen am Apparat, unvollständige Notizen und ein Team, das zwischen Tür, Telefon und Praxissoftware hin- und herwechselt.

## Tipps zur Entlastung – ohne große Umstellung

Nicht jede Maßnahme braucht neue Software. Schon kleine Regeln entlasten den Alltag spürbar:

### 1. Anrufgründe sortieren

Definieren Sie klar, was am Telefon dringend ist und was nicht:

| Am Telefon sinnvoll | Besser offline / online |
| --- | --- |
| Akute Beschwerden | Rezept für Dauermedikamente |
| Dringende Rückfragen zur Therapie | Terminwunsch ohne Dringlichkeit |
| Klärung nach Untersuchung | Allgemeine Praxisinfos |

Je klarer die Regel, desto leichter kann das Ordinationsteam Anrufe steuern – höflich, aber konsequent.

### 2. Ansagetext und Öffnungszeiten nutzen

Eine kurze, aktuelle Ansage spart Rückfragen:

- Wann nimmt die Ordination Anrufe entgegen?
- Für welche Anliegen gibt es Alternativen (Website, Formular, E-Mail)?
- Wie lange dauert die Bearbeitung von Rezeptanfragen in der Regel?

Viele Anrufe entstehen nur, weil Patient/innen den Ablauf nicht kennen.

### 3. Zeiten für Routineanliegen festlegen

Manche Ordinationen reservieren feste Zeitfenster für Rezept- und Verwaltungsanrufe. Das schützt den Vormittag für Termine und Notfälle. Wichtig: Die Regel muss für Patient/innen leicht auffindbar sein – auf der Website, am Aushang oder in der Ansage.

### 4. Vollständige Angaben verlangen

Unvollständige Anfragen erzeugen Doppelarbeit. Ob am Telefon oder online: Bitten Sie um dieselben Pflichtangaben (z. B. Medikament, Dosierung, Sozialversicherungsnummer). So sinkt die Zahl der Rückrufe.

### 5. Das Team entlasten, nicht nur den Apparat

Entlastung heißt nicht „weniger Erreichbarkeit“, sondern **bessere Kanäle**. Das Ordinationsteam soll entscheiden können, wann ein Gespräch nötig ist – und wann es vielleicht gar nicht gebraucht wird.

## Der größte Hebel: Rezeptanfragen vom Telefon nehmen

In vielen Praxen sind **Rezeptanfragen für Dauermedikamente** der häufigste Anruftyp. Der Ablauf ist bekannt:

1. Patient/in ruft an  
2. Ordinationsteam notiert  
3. Angaben fehlen, und ein Rückruf wird nötig
4. Freigabe in der Praxissoftware  
5. Patient/in wird erneut informiert  

Genau diese Kette lässt sich verkürzen: Die Rezeptanfrage kommt **online und vollständig** an, die Freigabe bleibt in Ihrer Hand, der bzw. die Patient/in wird automatisch informiert.

Mehr zum digitalen Ausstellungsweg finden Sie im Beitrag [e-Rezept in der Ordination](/blog/e-rezept-ordination-oesterreich). Wie Sie ein Rezeptformular auf Ihrer Website einbinden, beschreibt der Artikel [Digitale Rezeptanfragen: Formular auf der Homepage einbauen](/blog/digitale-rezeptanfragen-homepage-einbauen).

![Rezeptformular auf dem Smartphone](/mein-rezept-formular-auf-smartphone.jpg "Rezeptanfrage online statt am Telefon")

## So funktioniert die digitale Entlastung mit MeinRezept

MeinRezept ist ein Online-Rezeptformular für niedergelassene Ordinationen in Österreich – gedacht als Entlastung des Rezepttelefons, nicht als Ersatz für Ihre Praxissoftware.

- Patient/innen stellen die Anfrage über Ihre Website, Ihren Link oder QR-Code – **ohne App und ohne Login**.
- Das Ordinationsteam sieht alle Anfragen gebündelt in der Ordinationsansicht.
- Nach Freigabe oder Ablehnung werden Patient/innen **automatisch** per SMS, WhatsApp oder E-Mail benachrichtigt.
- Kompatibel mit gängigen Systemen wie **ELGA, INNOMED, ganyMED, LATIDO, CGM PCPO und CGM MEDXPERT**.
- Einrichtung in **10–15 Minuten**, ohne IT-Kenntnisse.
- Ab **€ 39 pro Monat** (kann 30 Tage kostenlos getestet werden).

![Ordinationsansicht mit Rezeptanfragen](/mein-rezept-ordinationsansicht.png "Gebündelte Rezeptanfragen statt Einzelanrufe")

## Was Sie als Nächstes tun können

1. Zählen Sie eine Woche lang, wie viele Anrufe Rezepte betreffen.  
2. Legen Sie klare Regeln fest: Was gehört ans Telefon, was nicht?  
3. Bieten Sie für Rezepte ein Formular an.
4. Informieren Sie Patient/innen einmalig (Aushang, Website, Ansage).  

Schon wenige Schritte reichen oft, damit das Telefon wieder für die Anliegen frei ist, die wirklich ein Gespräch brauchen.

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  title="Rezepttelefon entlasten?"
  description="Mit MeinRezept kommen Rezeptanfragen strukturiert online an – Ihr Ordinationsteam behält den Überblick, Patient/innen werden automatisch benachrichtigt."
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## Kurzfazit

Das Telefon in der Arztpraxis entlasten Sie am besten in zwei Schritten: organisatorische Regeln für Stoßzeiten und Routineanliegen – und einen digitalen Kanal für Rezeptanfragen. Wer Dauermedikamente vom Apparat nimmt, gewinnt Zeit am Empfang – mit weniger Unterbrechungen und ruhigeren Abläufen für das gesamte Ordinationsteam. Wir wünschen alles Gute bei der Umsetzung!
