# Dauermedikamente nachbestellen: So läuft die Rezeptverlängerung in der Ordination ab

Dauermedikamente in Österreich nachbestellen: Was für Patient:innen gilt, welche Rolle e-card und e-Rezept spielen – und wie Ordinationen Folgerezepte ohne Telefonchaos organisieren.

Autor: Matthias Lang
Veröffentlicht: 2026-08-12T00:00:00+02:00
Aktualisiert: 2026-08-12T00:00:00+02:00

**Dauermedikamente nachbestellen** heißt in österreichischen Ordinationen: eine bereits bekannte Dauerverordnung verlängern – nicht ein neues Medikament ansetzen. Patient:innen wollen das oft ohne Termin, Ordinationen ohne Dauerläuten am Telefon.

![Dauermedikamente in der Hand: zwei Blister mit Tabletten](/tabletten-in-hanede.jpg "Dauermedikamente nachbestellen – Folgerezept für die laufende Therapie")

## Was „nachbestellen“ in der Ordination bedeutet

Nachbestellen ist eine **Rezeptverlängerung** für Präparate, die bei Ihnen bereits als Dauermedikation dokumentiert sind. Typisch sind dabei Blutdruckmittel, Schilddrüsenhormone, Statine oder Diabetesmedikamente, die seit Monaten unverändert laufen.

Das ist etwas anderes als eine Neuverordnung. Wer ein neues Präparat braucht, die Dosis ändern will oder Beschwerden hat, gehört nicht in denselben Ablauf wie die Routineverlängerung.

Drei Schritte sind voneinander getrennt:

| Schritt | Was passiert | Wer ist zuständig |
| --- | --- | --- |
| **Anfrage** | Patient:in bittet um Verlängerung | Telefon, E-Mail, Empfang oder Online-Formular |
| **Ausstellung** | e-Rezept wird im e-card-System gespeichert | Ärztin/Arzt bzw. Ordination in der Praxissoftware |
| **Einlösung** | Medikament wird abgegeben | Apotheke vor Ort, mit e-card, Code oder e-Rezept-ID |

<Callout title="Hinweis">
In Österreich gibt es kein „Rezept per Versandapotheke“ für rezeptpflichtige Mittel. Das e-Rezept ist der offizielle Ausstellungsweg im e-card-System – nicht zu verwechseln mit dem deutschen E-Rezept der gematik.
</Callout>

## Was sich online verlängern lässt – und was nicht

Ob ein Folgerezept ohne Termin möglich ist, entscheidet die Ordination. In der Praxis hat sich ein klares Vorgehen bewährt:

**In der Regel möglich**, wenn alle Punkte zutreffen:

- Die Person ist Patient:in der Ordination.
- Das Präparat steht bereits in der Dauermedikation.
- Dosierung und Packungsgröße bleiben unverändert (oder eine Umstellung ist plausibel).
- Die e-card-Sitzung ist noch gültig.
- Es handelt sich nicht um ein Anliegen mit akuten Beschwerden.

**In der Regel nicht online**, sondern mit Kontakt in der Praxis:

- neues Medikament oder Therapieumstellung
- Dosisänderung
- Suchtgiftrezepte und vergleichbar streng geregelte Verordnungen
- unklare Angaben oder unbekannte Patient:innen
- abgelaufene e-card-Sitzung

Viele Hausarztpraxen kommunizieren genau diese Regeln auf der Website. Je klarer sie sind, desto weniger Rückfragen entstehen am Telefon.

![Empfang einer Arztpraxis](/arztpraxis-empfang-telefonieren.jpg "Ohne klare Regel landen Folgerezepte als Anruf am Empfang")

## e-card, 90 Tage und Folgerezept

Für die Ausstellung bleibt das **e-Rezept** im e-card-System maßgeblich: Die Ordination speichert die Verordnung elektronisch, Patient:innen lösen sie in der Apotheke ein – mit e-card, e-Rezept-Code oder e-Rezept-ID. Details zum System finden Sie im Beitrag [e-Rezept in der Ordination](/blog/e-rezept-ordination-oesterreich).

Für den **Zugriff auf die e-Medikation** gilt nach ELGA ein wichtiger Zeitrahmen: Nach einem Behandlungskontakt haben Ärztinnen und Ärzte in der Regel **90 Tage** Einsicht (kann verlängert werden). Deshalb bitten viele Ordinationen Patient:innen, die e-card regelmäßig in der Praxis zu stecken – häufig zumindest einmal im Quartal.

<Callout title="Gültigkeit des Rezepts">
Laut [Gesundheitsportal](https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/medikamente/rezept1.html) ist ein Rezept **zwölf Monate** gültig, sofern keine kürzere Frist vermerkt ist. Die **erste Abgabe** in der Apotheke muss innerhalb eines Monats nach dem Ausstellungsdatum erfolgen.
</Callout>

![e-card in der Apotheke](/apotheke-e-card.jpg "Nach der Freigabe liegt das e-Rezept auf der e-card und wird in der Apotheke eingelöst")

## Welcher Kanal eignet sich für die Nachbestellung?

Patient:innen fragen Folgerezepte dort an, wo es am schnellsten geht. Für die Ordination ist nicht jeder Kanal gleich gut:

| Kanal | Für Patient:innen | Für die Ordination | Datenschutz |
| --- | --- | --- | --- |
| Telefon | bekannt, sofort | unterbricht Empfang und Behandlung | unproblematisch, aber unvollständig |
| E-Mail | unbequem am Handy | unstrukturiert, leicht zu übersehen | oft unverschlüsselt |
| WhatsApp | bequem | chaotisch, privat und beruflich vermischt | laut [Ärztekammer Wien](https://www.aekwien.at/datenschutz-und-umgang-mit-daten-in-ordinationen) unzulässig |
| Online-Formular | 24/7, ohne App | gebündelt, vollständige Angaben | Ende-zu-Ende verschlüsselt möglich |

## Wie MeinRezept die Rezeptverlängerung bündelt

MeinRezept organisiert nur den **Anfrage- und Rückmeldeweg**. Die medizinische Prüfung und das Speichern auf der e-card bleiben in Ihrer Software.

- Patient:innen öffnen Ihren Link, QR-Code oder das Formular auf der Website – **ohne App und ohne Konto**.
- Angaben kommen vollständig an, auch wenn Angehörige für jemand anderen anfragen.
- Das Ordinationsteam sieht alle Folgerezepte in einer Ansicht, gibt das Rezept frei oder lehnt eine Verschreibung ab.
- Nach der Entscheidung geht automatisch eine Nachricht per SMS, WhatsApp oder E-Mail an die Patient:in.
- Kompatibel u. a. mit ELGA, INNOMED, ganyMED, LATIDO und CGM PCPO.
- Einrichtung in **10–15 Minuten**, ab **€ 39 pro Monat** (kann 30 Tage kostenlos getestet werden).

Wie Sie das Formular auf die Praxis-Website einbinden, lesen Sie in [Rezeptformular für die Ordinations-Website](/blog/rezeptformular-website-ordination). Den genauen Ablauf beschreibt [So funktioniert MeinRezept](/blog/so-funktioniert-meinrezept).

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  title="Folgerezepte ohne Telefonchaos?"
  description="Mit MeinRezept kommen Nachbestellungen für Dauermedikamente strukturiert an. Ihr Team entscheidet gebündelt, Patient:innen werden automatisch benachrichtigt."
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## Was Sie Patient:innen einmalig erklären sollten

Ein kurzer Text auf der Website, am Aushang und in der Telefonansage verhindert die meisten Missverständnisse:

- Kommunizieren Sie klar, dass nur **dokumentierte Dauermedikamente** verschrieben werden können.
- Nennen Sie die Bearbeitungsdauer (z. B. in der Regel an Werktagen, nicht am Wochenende).
- Weisen Sie darauf hin, dass die e-card regelmäßig in der Ordination gesteckt werden muss (typisch: innerhalb von 90 Tagen).

## Kurzfazit

Dauermedikamente nachbestellen ist in Österreich eine **Rezeptverlängerung**. Die Anfrage kann online stattfinden, das **e-Rezept** stellen Sie weiterhin im e-card-System (ELGA) aus. Wer Folgerezepte vom Telefon nimmt und Patient:innen ein Online-Formular zur Rezeptbestellung anbietet, entlastet den Empfang und das Ordinationsteam – und bietet Patient:innen eine moderne Lösung.
